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Siegreich auf dem deutschen Königsthron – Heinrich I.

Quedlinburg in Sachsen-Anhalt ist eine besondere Stadt. Sie ist eingebettet in eine glänzende Historie, die für Einigung und Befriedung des Ostfränkischen Reiches steht. Gleichzeitig ist sie Begräbnisstätte des Mannes, der erster König des Deutschen Reichs war: Heinrich I.

Heinrich I. stammt aus Sachen – aus der deutschen Herrscherdynastie der Liudolfinger. Sein Vater ist Otto I. von Sachsen (Otto der Erlauchte), seine Mutter die fränkische Babenbergerin Hadwig.

Im Alter von 43 Jahren übernimmt Heinrich die Königsherrschaft (919) zu äußerst schwierigen Zeiten. Ohnmächtig muss er mit ansehen wie die Ungarn (Magyaren) das Reich plündern und brandschatzen. Zusätzlich liegen sich die Adligen in seinem Reich untereinander in den Haaren. Sie stehen dem Königshof nicht sehr nahe.

Die Ungarn waren auf keinem Eroberungsfeldzug. Ihre Angriffe richteten sich auf den Raub von Gütern und führten sie bis nach Süddeutschland und Lothringen.

Gemeinsam gegen die Ungarn

Doch Heinrich ist ein geschickter Politiker. Er geht die Probleme an: Mit seinen Widersachern schließt er zunächst „amicitae“ (lat.), die sogenannten Freundschaftsbündnisse. Franken, Bayern, Thüringen und Schwaben – sie alle erkennen Heinrich im Laufe der Zeit als König an.

Sicherlich ist auch vieles ein Zweckbündnis, denn sie wissen: Wenn sie alle, im Ost- und Westfränkischen Reich, den Ungarn endlich die Stirn bieten wollen, müssen sie zusammenarbeiten.


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Waffenstillstand & Militärische Aufrüstung

Es ist das Jahr 926. Bei einem Geplänkel, an der Pfalz Werla, im nördlichen Harzvorland, fällt Heinrich durch Zufall ein ungarischer Stammesfürst in die Hände. Er ist ein wertvoller Faustpfand, den er gegen die verhandlungsbereiten Ungarn tauscht.

Heinrich erkauft sich damit Zeit: 9 Jahre Waffenstillstand mit Ungarn – gegen hohe jährliche Tributzahlungen.

Die Grenzkriege der damaligen Zeit sind auch immer als Missionskriege zu betrachten. Sie verbreiteten das Christentum und förderten die politische Integration.

Wohldurchdacht nutzt er die Zeit um mit seinen Bündnispartnern die Landesverteidigung zu organisieren. Die „Burgenordnung“ ist eine der wichtigsten Maßnahmen, die zur Gegenwehr gegen künftige Ungarneinfälle durchgeführt wird.
Wallanlagen, Klöster und Burgen werden aus- und umgebaut und ein Reiterheer aufgestellt. Systematisch werden Wehranlagen angelegt, die Soldaten taktisch geschult und ordentlich ausgerüstet.

Mit dem Kriegsgott Mars zum Sieg

Die heroische Schlacht bei Riade (933), die vermutlich in der Nähe von Merseburg stattfand, ist der entscheidende Gegenschlag gegen die Ungarn. In einer flammenden Rede stimmt Heinrich seine Krieger noch einmal auf den Kampf ein:

“Wenn ihr jetzt voranstürmt, um das Kampfspiel des Kriegsgottes Mars zu beginnen, so achtet unbedingt darauf, dass niemand dem anderen vorauseilt, nur weil er ein rascheres Pferd besitzt. Sondern deckt euch gegenseitig mit den Schilden und wehrt auf diese Weise den ersten Pfeilregen der Feinde ab. Danach aber stürzt euch in vollem Lauf und macht euch mit aller Gewalt und Kraft über sie her damit sie die Hiebe eurer Schwerter erreichen und sie eure Schläge zu spüren bekommen, noch bevor sie den zweiten Pfeilregen gegen euch abschießen können.”

Überliefert ist die Schlacht hauptsächlich durch die Niederschriften des sächsischen Geschichtsschreibers Widukind von Corvey.

Es ist die gelungene Abwehr der permanenten Bedrohung des deutschen Reiches, die zu der eigentlichen Einigung des Gebietes führte, die schließlich im Heiligen Reich Deutscher Nation mündete.

Erst 954 versuchten die Ungarn noch einmal das Reich zu bedrohen.

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Es gibt einen Artikel über die Schlacht bei Riade




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