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Otto von Bismarck – Deutschland einig Vaterland!

Wenn ein Mann, ungeachtet aller Widrigkeiten, beharrlich an seinem großen Werke arbeitet und es dann auch noch erfolgreich zu Ende bringt, dann kannst du ihn ruhig als „Helden“ bezeichnen.

Es ist ohnehin nur eine von vielen Charakterisierungen, die er im Laufe seines gewaltigen Schaffens erhielt (und posthum), während sein großes Werk, mit gleißender Strahlkraft, noch immer die Welt verändert.

Für Ihn ersann das Volk im 19. und 20. Jahrhundert zahlreiche Titel – viele waren wohlwollend: „Politisches Genie“, manche waren gehässig: „Dämon der Deutschen“. Wieder andere waren voller Ehrfurcht – kurz und knapp: „Vollender“ und bei den meisten hieß er „Der eiserne Kanzler“.

Doch bei all den einfallsreichen Bezeichnungen, die sich über die vielen fruchtbaren Jahre seiner Regentschaft anhäuften, blieb eine besonders klar, eindeutig und präzise beschreibend – und sie ist bis heute in den Köpfen der Menschen geblieben.

Otto von Bismarck (1815-1898) war nicht nur der erste Reichskanzler des Deutschen Reiches, sondern der:

Schmied des Deutschen Reiches“!

Was mag ein Mensch so Großartiges geschaffen haben, dass man derart über ihn spricht?



Alles fängt ganz harmlos an: Der kleine Otto wird als Spross des alten Adelsgeschlechts Bismarck am 1.April 1815 in Schönhausen geboren.

Von Kindesbeinen an wird er auf den Staatsdienst vorbereitet. Seine Mutter, ziemlich ehrgeizig, ist die treibende Kraft hinter Ottos elitärer Ausbildung. Sie kommt aus einer Familie, die bereits in der Vergangenheit Gelehrte und hohe Beamte hervorbrachte.

1821-1837 erfolgen Schulbesuch und Jurastudium in Berlin und Göttingen – Der junge Bismarck geniest die fundierte Gelehrtheit des zeitgenössischen Bildungsbürgertums, jener Gesellschaftsschicht, für die neben einer hohen Allgemeinbildung, vor allem das Engagement in Staat und Gemeinwesen wichtig ist.

Zunächst wird er Gutsverwalter. Nichts besonderes für jemand Privilegierten – ihm stehen alle Möglichkeiten offen eine standesgemäße Beschäftigung zu erhalten. Auf dem elterlichen Familienbesitz, auf Schloss Schönhausen bei Stendal, sammelt er als „biederer Landjunker“ Erfahrung in landwirtschaftlicher Betriebsführung. Durchaus erfolgreich modernisiert Otto das Anwesen.

Zu jener Zeit brachte ihm seine Trinkfestigkeit übrigens eine weitere Bezeichnung ein: Bekannt als der „tolle Bismarck“, trinkt Otto regelmäßig, und mit freundlicher Kaltblütigkeit, seine Gäste unter den Tisch.

1849 – Otto wird Vollblutpolitiker

Im Laufe der Zeit findet Otto immer mehr den Zugang zu den politischen Kreisen und beginnt sich auf regionaler Ebene zu engagieren. Dabei erweist er sich als Mann mit äußerst konservativen Positionen, gilt bei seinen Gegnern als „reaktionär“, und bezeichnet sich selber als „auf der äußersten Rechten“ stehend.

Eine Einstellung die, wie es sich auch hier zeigt, meist zum Vorteil gereicht: Wer Werte und Traditionen lebt ist gefestigt und vor Indoktrination gefeit.

Im Juli 1849, Otto ist nun 34 Jahre alt, hat er sich zum Vollblutpolitiker entwickelt und wird in die zweite Kammer des preußischen Landtages gewählt. Damit ist er einer der ersten Berufspolitiker in Preußen.


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Läuft bei Otto!

In seiner beeindruckenden politischen Karriere wird Bismarck sowohl zum außergewöhnlichen Staatsmann als auch zum geschätzten Diplomaten. Unter dem preußischen König Wilhelm I. (1797-1888) wird er Ministerpräsident und Außenminister Preußens, Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes (1867) und erster Reichskanzler des Deutschen Reiches (1871-1890).

Konflikte löst er gerne und häufig gemäß seines Leitmotivs: „Ein Schwert hält das andere in der Scheide“. Das ist heut’ ja nicht viel anders, heißt nur jetzt „Abschreckung“, „Friedenstruppen“ (sic!) oder „Wettrüsten“.

In den Kriegen die auf sein Konto gehen, drei an der Zahl, steht er nicht ein einziges Mal als Verlierer vom Verhandlungstisch auf.

Dabei dürfte ihm seine provokante Redefertigkeit hilfreich gewesen sein, oft, so wird ihm nachgesagt, ziehe er mit seiner geradezu unbändigen Sprachgewalt seine politischen Gegner auf seine Seite.

Und doch kann Bismarcks legändere Sprachgewandtheit nicht die ab 1864 beginnenden Deutschen Einigungskriege verhindern. Muss sie auch nicht, denn weitsichtig wie er ist, reformiert er zuvor – soviel Zeit muss sein – das preußische Heer und lässt es zu einer der schlagkräftigsten Armee jener Zeit ausbauen.

Dass er sich dabei über das Parlament hinwegsetzt – das nötige Geld für die Reformen wäre nie und nimmer bewilligt worden – zeugt von einer wundervoll respektlosen Kühnheit, die ein Mann durchaus braucht, wenn es um so ein große Werk geht, wie das Zusammenschmieden des Deutschen Reiches.

Otto und die Einigungskriege

Beim Deutsch-Dänischen Krieg (1864) geht es um die Zugehörigkeit des Herzogtums Schleswigs. Sprachlich und kulturell ist das Territorium im rauen Norden (hast du die Nordische Schönheit eigentlich schon gelesen?) sowohl deutsch geprägt, als auch dänisch und friesisch.

Bei der Eroberung dieses Gebiets, erkämpft durch die tapferen Truppen Preußens und Österreichs, fällt den beiden deutschen Großmächten das Gebiet zu.

Dänemark verlässt geschlagen das Feld.

Der Deutsche Krieg (1866), der auch Zweiter deutscher Einigungskrieg genannt wird, führt Österreich gegen Preußen.

Die Frage, die es in ihm zu klären gilt ist, ob der Deutsche Bund (1815-1866) in einen Bundesstaat verwandelt werden soll – Preußen, bzw. Bismarck war dafür – und Österreich? Nein, ganz und gar nicht: Die hatten doch die Präsidialmacht, so dass der Deutsche Bund als Staatenbund für sie fortbestehen soll.

Der Unterschied zum Bundesstaat besteht in den Machtbefugnissen der zugehörigen Länder: In einem Bundesstaat ist der Bund Inhaber der Souveränität, in einem Staatenbund sind es die Länder, die rechtlich und wirtschaftlich autonom sind.

So kam es zur mannhaften Schlacht bei Königgrätz (1866), in der Preußen die Österreicher niederringt und die Vorherrschaft über 22 Staaten und 3 Freie Reichsstädte nördlich des Mains erhält.

Aus diesem heroischen Sieg erwächst der Norddeutsche Bund – Und wer hat sich da mal wieder durchgesetzt …? Genau …!

Der Deutsch-Französische Krieg

Die Sorge Frankreichs um die Vormachtstellung auf dem europäischen Kontinent führt zur letzten militärischen Auseinandersetzung der Deutschen Einigungskriege: Der Deutsch-Französische Krieg (1870-1871).

Bismarck nutzt die ohnehin schon angespannte Lage zwischen Frankreich und Preußen und gießt mit einem gekürzten Telegramm, der Emser Depesche, noch einmal so richtig schön Öl ins Feuer.

Eine schallende diplomatische Ohrfeige! – Frankreich ist „not amused“ und beginnt die heftige Auseinandersetzung mit den Deutschen Verbündeten.

Als Sieger hervor geht Deutschland – und, na klar: Der „Schmied des Deutschen Reiches“, der mit seinem Taktieren, die von vielen Deutschen, lang ersehnte Reichsgründung, nun möglich macht.

Der Weg zur Reichsgründung , dem großen Werk Otto von Bismarcks ist geebnet!

Deutschland, einig Vaterland!

Die „Blut und Eisen-Strategie“ nennt sich das stabile Fundament, auf dem die Deutsche Reichsgründung aufgebaut ist. Unter Bismarcks Führung ist Preußen der Motor der deutschen Einigung geworden. 1871 kommt es zur feierlichen Reichsgründung.

Bismarcks Verdienste bei diesen Entwicklungen können kaum hoch genug eingeschätzt werden. Es wird dich nicht wundern, dass das Gedenken an eine solch vortreffliche Persönlichkeit mit Denkmälern lebendig gehalten wird – aber was sind schon Denkmäler gegen das Wissen in unseren Köpfen? Denkmäler lassen sich stürzten, die Erinnerung bleibt.


Denkmäler für Otto von Bismarck – Hier findest du sie in Deutschland:

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Was kümmert’s die Deutsche Eiche …

Bis 1890 ist Otto von Bismarck in Amt und Würden. Dass sich seine politische Karriere aber langsam dem Ende zuneigt, kündigt sich bereits Ende der 1880er-Jahre an. Schwelenden Konflikte mit dem neuen Kaiser Wilhelm II. (1859-1941), dem letzten Deutschen Kaiser und König von Preußen, bleiben auch der Öffentlichkeit nicht verborgen.

Der Lotse geht von Bord“ heißt es dann respektvoll bei seinem Rücktritt im Jahr 1890, um anschließend, als Ruheständler, von den Bürgern den Titel „Einsiedler im Sachsenwald“ zu erhalten – aber auch das ist wieder nur eine von vielen Charakterisierungen für den Mann, der als „Schmied des Deutschen Reiches“ in die ewigen Jagdgründe eingeht.

„Was kümmert’s die Deutsche Eiche wenn sich die Sau an ihr reibt“

Ob sich Otto von Bismarck derartig Gedanken machte?

Sein großes Werk jedenfalls bekommt den wohlklingenden Namen: „Deutsches Reich“.

Ließ über die Tatkraft der Trümmerfrauen

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