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Die reichhaltige Kunst & Kultur Deutschlands

Und wieder findet die Kulturnation Deutschland ihre Wurzeln bei den Kelten, Germanen und Römern. Dessen Ausläufer reichen weit in die neuzeitliche Kunst- und Kulturgeschichte und brachte Persönlichkeiten hervor, die stil- und epochenprägend Wegbereiter neuer geistiger Strömungen waren.

Dieses reichhaltige Erbe spielt in der Historie eine weltweit bedeutsame Rolle. Als ein Höhepunkt deutscher Kunstgeschichte gilt die Goethezeit, zwischen 1770 bis 1830, in der sich Klassik, Romantik und der Sturm und Drang vereinen. Es ist eine Zeit epochaler Umbrüche. Sowohl gesellschaftlich, geistesgeschichtlich, wirtschaftlich und politisch finden die Veränderungen Ausdruck in verschiedensten künstlerischen Richtungen: Philosophie, Literatur, Musik und die bildende Kunst dieser Zeit reflektierten die einschneidenden gesellschaftlichen Veränderungen.


Kunstschaffende der historischen, deutschen Musikgeschichte

Nürnberg, die freie Reichsstadt im 15. Jahrhundert und Zentrum kulturellen Lebens mit seinen wichtigen Kreuzungspunkten und Handelswegen, bekam mit Conrad Paumann (um 1410) einen der populärsten und meist geehrten Musiker in Deutschland seinerzeit.

Es war die Zeit der frühen Renaissance. Deutschland suchte musikalisch nach eigener Identität und orientierte sich auf der Suche nach einer eigenen Sprache, stark am internationalen Repertoire. Paumanns Schaffen, das bis zu seinem Tod 1473, zu bemerkenswerten Ehrbezeugungen seitens Kaiser Friedrich III. und den damaligen deutschen Fürsten führte, formte das Musikleben im deutschsprachigen Raum maßgeblich mit.

Die Epoche der Renaissance fand sein Ende im üppig-prächtigen Barock. Ausdrucksvoll, bewegt und gefühlsbetont schlich er sich ein. Aus Italien. Er verbreitete sich in abgewandelter Form in ganz Europa.

Heinrich Schütz studierte damals, 1609, in Venedig nach dem er mit 14 Jahren ein Stipendium vom Landgraf Moritz von Hessen erhalten hatte. Schütz lernte dort die Musik Monteverdis kennen. Als fleißiger Schüler trug er alsbald sein erworbenes Wissen nach Deutschland, wo er 1613 Hoforganist in Kassel und vier Jahre darauf Hofkapellmeister in Dresden wurde.

In seinem Arbeitsleben, war er Oberkapellmeister, musikalischer Ratgeber der Fürstenhöfe in Hannover, Wolfenbüttel, Gera, Weimar und Zeitz und Komponist zahlreicher geistlicher Musikwerke.

Er avancierte zum berühmtesten deutschen Komponisten des Frühbarock.

Wunderbar, abenteuerlich, fantastisch - sind nur ein paar Begriffe, die die aufkommende Romantik als Stilepoche umschreiben. Ist ein Text romantisch, dann ist er sowohl sinnlich als auch schaurig und stellt das Unterbewusste sowie Traumhafte in den Vordergrund.

Der neunjährige Felix Mendelssohn Bartholdy tritt zum ersten Mal mit seiner Schwester Fanny öffentlich auf. Geboren 1809 genoss er eine frühe musikalische Erziehung, die ihn zu ersten Kompositions- und Dirigierversuche anleitete. 1830 ging er auf eine dreijährige Reise, die ihn nach einem mehrwöchigen Aufenthalt bei Goethe in Weimar nach Italien, Paris und London führte. Zusammen mit Verlegern, Gelehrten und anderen Komponisten gründete er 1843 das Leipziger Konservatorium.

Er gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik und setzte als Dirigent neue Standards, die das Selbstverständnis des Dirigierens bis heute maßgeblich mitprägen.

Die Romantik neigt sich musikalisch dem Ende zu. Mit dem ausgehenden 19. Jahrhundert wird die Spätromantik von deutlich vergrößerten Orchestern, einer Abwendung von der Salon- und Hausmusik und einer deutliche Bevorzugung von Komponisten subjektiv geprägten Drama geprägt. Wie z.B. von Richard Wagner.

Richard Wetz fühlte sich früh zur Musik hingezogen. so bekommt er mit acht Jahren geregelten Klavierunterricht. Er wirkte in Erfurt und Weimar, unterrichtete als Dozent für Musikgeschichte und war Vorsitzender der Reichsmusikkammer.

Er erreichte in den 1920er Jahren deutschlandweite Anerkennung, obwohl er kaum Wert darauf legte in Musikmetropolen tätig zu werden. Er geriet im 20. Jahrhundert recht schnell in Vergessenheit, was aber nichts über die Qualität seiner Werke aussagt.

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Als ein Titan der deutschen Literatur gilt Friedrich Schiller. Geboren am 10.11 1759 in Marbach, war er neben neben dem Schreiben von Dramen auch als Historiker und Philosoph beschäftigt. Werke wie “Kabale und Liebe”, “Wilhelm Tell” oder “Die Räuber” stehen auch international regelmäßig auf den Spielplänen der Theater. Stil und Sprache seiner Werke vermitteln die Aufbruchstimmung des Sturm und Drang, den Willen zum Aufruhr gegen Natur und Ordnungssysteme.

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Er gilt als letzer “Dichter der Romantik” und ist gleichzeitig deren Überwinder: Heinrich Heine (13.12.1797 – 17.02.1856). In seinen Arbeiten als Journalist, Satiriker, Polemiker und Essayist verlieh er deutschen Sprache Eleganz und Leichtigkeit wie kein Schriftsteller vor ihm. “Geistreicher Spötter” wurde er genannt durch die Melange aus poetischem Genie und journalistischer Begabung. Zu seinen bekanntesten Werken gehören das “Buch der Lieder” sowie “Deutschland. Ein Wintermärchen“.

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