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Fröhliche Weihnachten Deutschland!

Deine Küche sieht aus wie nach einem schweren Magyaren-Angriff auf das Ostfränkische Reich: Weißes Mehl ist weitläufig verstreut, zahlreiche Eierschalen haben den Weg Richtung Boden genommen. Unterm Tisch, in bester Gesellschaft: Bunte Schokostreusel. Übel zugerichtet sind sie – zerdrückt, zertreten, zerstampft. Das Spülbecken: Randvoll mit Rührlöffeln, Küchengerätschaften und allerlei anderem nützlichen Krempel.

Ein Haufen unsortierter Ausstechformen, in einem kleinen Flechtkorb, kippeln bedenklich auf der einen Seite deines Küchentisches. Schaffen sie es auch noch nach unten? Wir werden sehen … An einem alten Wallholz klebt ein letztes Stück brockigen Teigs, das seinen Weg in den Ofen offensichtlich nicht gefunden hat.

Das Wallholz ist eines der ältesten Küchengerätschaften in der Geschichte. Grabreliefs aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. zeigen Hölzer in zylindrischen Form, die zum Glätten von Teig verwendet wurden.

Selbst die Küchenlampe schwingt wie ein Pendel hin und her – wie nur hast du das geschafft!?

In der Mitte dieses Chaos stehst DU. Ein massives Nudelholz fest in der Hand. Es scheint noch zu rotieren, als du mich mit diesem verklärten Schimmer in den Augen anschaust und lächelnd hauchst: „Mein Kampf!“. Glückwunsch! Das kann er auch bleiben denke ich nur und senke betreten meinen Blick. Weg von diesem unblutigen Schlachtfeld mit seinem chaotischen Zustand.

Es sind Momente, wie eine Zeitreise

Ob der Glanz in deinen Augen auch von den beiden Kerzen herrührt, die du angezündet hattest, bevor du deine Unternehmung startetest? Gut möglich: Deutsche Stumpenkerzen. Stimmungsvoll sind die allemal.

Die Flammen, flackernd und züngelnd, spiegeln sich im Fenstern wider und werfen abstrakte Schatten an die Wand. Du solltest doch mal die Dochte kürzen.

Und über allem in dieser Unordnung und sagenhaften Wirrnis wabert eine Wolke wärmender Erinnerung. Köstlich nach Zimt, Vanille und Orange. Und plötzlich stehe ich wieder als Kind in unserer alten Küche neben dem warmen Ofen und schaue meiner Oma gebannt beim Plätzchenbacken zu. Ganz typisch für einen 2. Advent in Deutschland.

Deutschlands gebackene Vorfreude

Eines der wichtigsten Feste des Christentums erfährt in Deutschland ganz besonderer Augenmerk. Das Weihnachtsfest. Schon Wochen vorher sind es zauberhafte Traditionen die eine Stimmung aufbauen, die getragen ist von friedlicher Geborgenheit und familiärer Behaglichkeit. Ein Fest der Familie – für die Familie, ganz klar. Auf der Prioritätenliste, weit oben, steht das Backen von Adventsplätzchen. Am Besten gemeinsam, im Kreis der Liebsten.

Die Deutschen haben natürlich ihre Plätzchen-Favoriten. Denn die kamen schon damals zu Weihnachten immer aus Omas Backstube. Echte Klassiker sind darunter, wie zum Beispiel die leckeren „Vanillekipferln“. Aber bitte nur die, mit der echten Bourbonvanille im Teig.

Gleich dahinter folgen die „Marzipanherzen“. Die dürften so machen an das schöne Königsberg erinnern, denn von dort, aus der ehemaligen Hauptstadt der preußischen Provinz Ostpreußen, kam das dafür verwendete, berühmte Königsberger Marzipan.

Das gibt es übrigens immer noch und ist ein tolles Präsent – nicht nur zu Weihnachten. Schau mal hier:

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Ein ordentlich großes Blech „Elisenlebkuchen“ darf zur Adventszeit nie fehlen. Ich wiederhole: Ein „großes“ Blech, denn Die Nürnberger Spezialität ist meistens fast so schnell verzehrt, wie sie zubereitet wurde.

Total saftig und mit weißem Guss versehen sagt man der „Krönung“ unter den Oblaten-Lebkuchen nach, sie wären von Engeln gebacken. Damals, im Jahre 1864 war das.

Komplett ohne Mehl werden sie zubereitet, daher auch ihre appetitliche Konsistenz. Fast ausschließlich Nüsse kommen in den Teig. Kein Wunder, dass sie so unwiderstehlich schmecken.

Werde zum Pfefferküchler

Die Weihnachts- und Adventszeit dreht sich alles um Lebkuchen. Früher hießen Bäcker die Lebkuchen herstellten „Lebküchler“ oder „Pfefferküchler“. Das kannst ganz einfach auch werden: Selber backen ist Trumpf!

Seit dem 13. Jahrhundert gibt es diese überaus kräftig gewürzte und ziemlich süße Adventsnascherei. Und was gut ist wird zur Tradition. So ist das auch mit den Lebkuchen.

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Mit Schwarz-Weiß-Gebäck zu tiefen Gedanken

Gedankenverloren stippst du die letzten Krümel der selbst gebackenen Plätzchenvariationen vom Teller. Der extravagante Kontrast, den das klassische „Friesisch Blau“ des Porzellanservice gerade mit dem leckeren „Schwarz-Weiß-Gebäck“ eingegangen war, hat es dir angetan.

Ein Porzellanservice im „Strohblumenmuster“ als Geschenk? Dir gefällt die Idee etwas von ideellen Wert zu schenken, etwas das vergangenheitsorientiert ist und dabei so frisch wirkt, weil es in Würde gealtert ist.

Kann ein Volk in Würde altern? Du sinnierst noch ein Weile darüber, bis ein lautes Scheppern dich aus den Gedanken reißt. Es schien aus der Küche zu kommen: Der kleine Flechtkorb, mit den Ausstechformen, … natürlich. Du schmunzelst in dich hinein – „Fröhliche Weihnachten Deutschland!

Schau mal beim größten Volksfest der Welt vorbei




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