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Essen wie die Deutschen. Heute: Original Schwäbische Käsespätzle

Die historische Landschaft im Südwesten Deutschlands ist nicht nur für seine herzerfrischenden Mundart bekannt, sondern macht auch in der Küche eine außerordentlich gute Figur. Wir befinden uns diesmal auf einer kulinarischen Reise durch Schwaben, dem altehrwürdigem Herzogtum des Ostfränkischen Reichs.

Das Schwabenland ist eine von deutscher Tradition geprägte Kulturgemeinschaft, die schon seit Jahrhunderten für ausgefallene Eintöpfe und Suppen bekannt ist. Genannt sei hier nur die Flädlesupp, die ihren Namen und ihre appetitliche Erscheinung durch in Streifen geschnittene Pfannkuchen – den Fladen – erhält.

Das märchenhafte Schwaben besteht aus 2 Regionen. Das bayerische Schwaben findest du oben im Norden, das südliche ist der Allgäu. Allein die Flusslandschaften des Riesparks bieten eine einzigartige Landschaft und sind ein unvergessliches Reiseziel.

Aber „Flädle“? – Ja, richtig gelesen: Nirgendwo in Deutschland wird so häufig die Nachsilbe „-le“ an Personen, Lebewesen und Gegenständliches, wie zum Beispiel an einen leckeren weichen Fladen gehängt, wie in dieser Region.

So kannst du im „Schwabenländ-le“ auch ganz problemlos in eine zünftige Gaststube einkehren und mit „Hallö-le“ Gäste und Wirt begrüßen. Ein bisschen bist du dann schon so ein halber Schwabe. Zum Abschied dann ein „Tschüss-le“ – scheint zumindest nicht ganz ungewöhnlich zu sein – was ich auf meinen Stippvisiten, in dieses attraktive Bundesland, das eine und andere mal erfahren konnte. Was wohl dabei herauskommt wenn du überall solche Verkleinerungsformen ranhängst? Heiterkeit garantiert, so viel steht fest.

In Schwaben war Schmalhans der Küchenmeister

Klassische Speisen der Schwaben sind neben delikaten Eintöpfen und Suppen Mahlzeiten aus der Grundzutat Mehl. Das ist nicht allzu verwunderlich, denn in den vergangenen Jahrhunderten waren Speisen, bestehend aus Mehl, Milch, Butter und Eiern nicht nur schmackhaft und nahrhaft zugleich, sondern auch leicht herzustellen und vor allem billig.

Ein typisches Arme-Leute-Essen, wenn du es so bezeichnen willst. Die Arbeit früher war hart auf den Feldern und in den Bergwerken und die Leute waren froh, wenn sie satt wurden und ihr Mägen gefüllt waren.


Deutsches Essen lässt Sorgen vergessen – Das Rezept:

Zubereitungszeit: 40 Min., Schwierigkeit: einfach

Zutaten für 4 Personen:
... 4 Eier
... 200g Mehl, 200g Hartweizengrieß
... 200g Allgäuer Bergkäse oder Emmentaler
... 4 große Zwiebeln
... Schnittlauch nach Belieben
... Salz

  • Vermische Mehl, Eier, Wasser und Salz und vermenge die Zutaten ordentlich, bis der Teig Blasen wirft. Lass den Teig anschließend zugedeckt 20 Minuten ruhen. Heize den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vor.
  • Schneide die Zwiebeln in Ringe und bestäube sie mit Mehl. Die Butter zerlässt du in einer Pfanne. Dann röstest du die Zwiebelringe in der heißen Butter und lässt sie auf einem Küchenpapier abtropfen.
  • Nimm einen großen Topf, fülle ihn mit Salzwasser und bringe ihn zum Kochen. Schabe jetzt mit einem Spätzlebrett den fertigen Spätzleteig in das kochende Wasser. Wenn die Spätzle an die Oberfläche steigen, sind sie gar und du kannst sie abschöpfen.
  • Reibe den Allgäuer Bergkäse. Fülle abwechselnd die Spätzle mit dem Käse in eine gefettete Auflaufform. Im Ofen so lange backen, bis der Käse geschmolzen ist. Dann heißt es nur noch: Herausnehmen und mit den Zwiebeln servieren.
DeutscherGlanz wünscht guten Appetit!

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Königlich speisen mit den „Nudeln der Bettelleute“

Die absolute #1 auf dem Teller eines Schwaben sind Spätzle. Am Besten natürlich, wie alles, was aus einer guten deutschen Küche kommt, hausgemacht. Es ist ein aus Mehl und Frischei zubereiteter Teig, der mittels eines Holzbretts – eines „Spätzlesbretts“ – in kochendes Wasser geschabt wird.

Original mit Allgäuer Bergkäse, wird daraus ein wahrhaft königlicher Genuss! Von Bettelleits Nudla (Der Bettelleute Nudeln, Anm. DG-Redaktion), wie die Spätzle lange Zeit auch genannt wurden, kann also absolut keine Rede sein.

Spätzle – Der Spatz in der Küche

Woher der Begriff „Spätzle“ genau kommt ist nicht zu 100% geklärt, aber die berühmte schwäbische Verkleinerungsform findest du auch hier.

Spätzle sind unglaublich vielseitig. Du kannst sie beispielsweise als Beilage zu Gerichten mit viel Soße servieren, oder sie als Hauptgericht mit Käse und gerösteten Zwiebeln verzehren. Schnell und unkompliziert zubereitet sind sie eine schmackhafte und durchaus gesunde Mahlzeit.

„Spätzle“, das soll vom Wort Spatz kommen. Die fleißigen Hausfrauen formten den Teig, entweder mit dem Löffel oder per Hand, und das Ergebnis hatte die Form eines Spatzen. Daraus wurde dann Spätzle.

Andere meinen das Wort wäre abgeleitet aus dem Italienischen „spezzato“, was soviel heißt wie Geschnetzeltes.

Das Jahr 1725 gilt als Datum der ersten urkundlichen Erwähnung dieser klassischen schwäbischen Teigware. Aber mit ziemlicher Sicherheit dürfte die Art der Zubereitung ihre Wurzeln in noch wesentlich früheren Zeiten haben.

Wie dem auch sei: Mit den Original Schwäbischen Käsespätzle hat du ein authentisches Stück Deutsche Geschichte auf dem Teller. Sie sind überaus sättigend, weil sie von Hause aus ordentlich gehaltvoll sind und durch den Käse erhalten sie eine fast rahmige Konsistenz.


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