Skip to main content

.:: Besuch uns auch auf: Facebook | Amazon | eBay ::.

Eine kurze Geschichte über das Schreiben

Warmes, oranges Sonnenlicht dringt durch den schmalen, von felsigen Geröll bedeckten Höhleneingang. In ihr, direkt an der rauen Wand, kauert versunken eine Gestalt, die einer anspruchsvollen gestalterischen Tätigkeit nachgeht. Noch vor wenigen Momenten saß sie zusammen mit ihrer Familie am Feuer und feierte den verdientenen Jagderfolg. Die nächsten Tage gibt es Rentierfleisch – Nicht immer ist einem das Jagdglück so hold wie heute.

Die Gestalt in der Höhle – wir nennen sie einfach „Kushim“. Kushim mischt etwas Rot aus Farbpigmenten von zermahlenem Eisenocker für den Leib. Schwarz aus zerstoßener Holzkohle für die Umrisse. Das Fell braun, feine Eisenoxide – natürlich. Kushim will nicht malen was er heute gesehen hat, Kushim will eine Geschichte erzählen.

Seine Tierdarstellung, in der Höhle von Lascaux, im Südwesten Frankreichs, wird rund 16.000 Jahre auf ihre Entdeckung warten. Die Aufregung ist groß, als die Höhle mit ihren zahlreichen Zeichnungen erforscht wird, 1940.

Für 105 Millionen Menschen wurde Deutsch Muttersprache

Hätte sich unser kreativer Protagonist mit seiner Stammesgruppe auf eine einheitliche Zeichenkodierung für das Abbilden eines Rentieres geeinigt, hätte er geschrieben. Aber so weit waren sie noch nicht. Unsere Vorfahren.

105 Millionen Menschen weltweit haben sich geeinigt. Deutsch ist ihre Muttersprache. Wenn ich „Rentier“ schreibe, hast du das Bild von einem Rentier bereits im Kopf.

Wie praktisch, denn sich schriftlich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen hat viele Vorteile. Für dich als Autor und für deine Leser. So kannst du zum Beispiel komplexe Zusammenhänge in kürzester Zeit erklären und dein Wissen weitergeben.

3 unglaublich gute Gründe warum du schreiben solltest:

Registriere deinen DG - Account

  • Weil du mit Schreiben dein Wissen erweiterst.

    Wenn du dich mit einem Thema intensiv befasst, suchst du Informationen zusammen, recherchierst und gelangst zu neuen Erkenntnissen. Mit der Zeit bleibt immer mehr davon in deinem Gedächtnis hängen.

  • Weil dich Schreiben kreativ macht.

    Du legst persönliche Emotionen und Erfahrungen in deine Texte und merkst wie die Ideen nur so sprudeln. Das ist aber nur die halbe Miete: Du hast auch noch den Mut sie zu veröffentlichen. Selbstzweifel sind angebracht – aber keine Hindernis.

  • Weil du deine Erfahrungen und dein Wissen gerne mit anderen teilst.

    Du hast Dinge erlebt die dich beschäftigt, hast daraus Lehren gezogen und bist zu neuen Erkenntnissen gelangt. Du lässt andere daran teil haben und gibst deine Erfahrungen weiter.

Schreiben ist eine komplexe Angelegenheit. Nicht umsonst malt Kushim lieber, als das er filigrane Zeichen in Steintafeln ritzt. Nein, von Schreibkompetenz kann noch keine Rede sein.

Aber die Haupteigenschaft der Schrift hat er sich trotzdem schon mal zunutze gemacht: Die zuverlässige Weitergabe von kultureller Tradition über Generationen hinweg. In seinem Fall sogar über einen Zeitraum von 16.000 Jahren. So wir wissen heute, dass er Rentiere jagte. Eine beachtliche Leistung.

Ein neues Siedlungsgebiet für den Stamm

Etwas melancholisch wird Kushim schon, als er kurz nach dem Frühlingsanfang das malerische Tal von Lascaux verlässt. Es zieht ihn, zusammen mit seinem Stamm, weiter gen Osten.

Neue Techniken der Jagd und Höhlenmalerei hatte er an dem Ort, der für einige Zeit seinen Heimat war, erlernt.

Darunter die Sprühtechnik, mit der er von nun an faszinierende Umrisse seiner Hände auf Höhlenwände zaubern wird. So viel hatte er sich vorgenommen. Und das Jagen mit der Schleuder – eine verrückte Technik! im wildreichen Tundragürtel zwischen Frankreich und der Ukraine, dort wo es seinen Stamm nun hinzog, sicherlich eine sehr nützliche Fertigkeit.

Sie ließen sich nieder, im heutigen Deutschland. Im Rheingau, an der späteren Reichsgrenze zu Germanien, um genau zu sein.

„Kushim“ gilt als der erste festgehaltene Name der gesamten Menschheitsgeschichte. Er wurde 3.100 vor Chr. in Stein festgehalten und soll einem Buchhalter in Mesopotamien gehört haben.

Es sollte kein Abend werden wie jeder andere

Es wurde spät, an diesem besonderen Abend. Die untergehende Sonne warf noch einmal die lange Schatten auf die fruchtbaren Hänge des Rhein-Main-Gebiets.

Kushim greift nachdenklich einen dieser blanken Knochen, die überall auf dem sandigen Höhlenboden verteilt herumliegen. Sie dienen der Familie oft als Werkzeug.

Sein Kiefer arbeitet angestrengt. Wie gestikulierte der Stammesälteste noch mal, als sie gerade alle um das Feuer herum saßen? Was beschrieb er genau, als er mit ausladenden Gesten wilde Zeichen in die Luft malte?

Kushim fängt an in den harten Fels zu ritzen. Es entsteht ein einfaches Symbol – Linien, Kreise und Punkte. Nichts was irgendjemand tausende Jahre später würde entziffern können.

Doch Kushim schreibt sein erstes Wort. Ein Symbol, im dämmrigen Zwielicht, im tiefen Stein: „Lebensraum“ wird seine Bedeutung.

Es gibt einen Artikel über das Lesen. Schau hier




Ähnliche Beiträge



Keine Kommentare vorhanden


Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *