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Ein triumphaler Sieg in der heroischen Schlacht bei Riade

Oftmals ist es einfach die blanke Not, die aus einstiegen Kontrahenten stramme Waffenbrüder macht. Und nichts schweißt mehr zusammen, als ein gemeinsamer Feind, der durch seine Überlegenheit eine Schneise der Verwüstung zieht.

Am Ende eines solchen Pakts steht manchmal etwas Großes. Zum Beispiel etwas so großes, wie die Entstehung des Heiligen Römische Reich Deutscher Nation.

Ein mysteriöser Gegner unbekannter Herkunft

Woher der Feind kam lässt sich erst ab der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts genauer nachweisen, doch wirklich präzise etwas über ihre Sitten und Gebräuche zu berichten bleibt auch heutzutage noch äußerst schwierig. Archäologisch ist wenig über sie zu erfahren und linguistisch im besten Fall nur fragmentarisch.

Doch der Schrecken den sie zwischen 862 und 933 n. Chr. in Mittel- und Westeuropa verbreiteten war real – und hatte einen Namen: „Magyaren“. Wir nennen sie „Ungarn“, in unserer deutlich geläufigeren Bezeichnung.

Als slawische Reiternomaden tauchten sie 862 das erste Mal an den Grenzen des Ostfrankenreichs auf. Sie siedelten nicht weit entfernt im Karpatenbecken, zwischen dem heutigen Rumänien und der Slowakei.

Heinrich I., aus dem Adelsgeschlecht der Liudolfinger, war der erste König des Deutschen Reichs und zu jener Zeit Herrscher des Ostfrankenreichs.

Heinrich I. stammt aus Sachen. Sein Vater ist Otto I. von Sachsen (Otto der Erlauchte), seine Mutter die fränkische Babenbergerin Hadwig.

Immer wieder musste er während seiner Regentschaft (919 bis 936) miterleben, wie die Magyaren mit heftigen Angriffen und Beutezügen Entsetzen im Reich verbreiteten.


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Betroffen war das gesamte Fränkische Reich. Frankreich, Oberitalien, sogar Nordspanien (Lothringen) waren Einfallgebiete der hinterhältigen ungarischen Raubzüge. Ob in Bayern oder Sachsen, ob in Schwaben, Franken oder Thüringen: Immer wieder unterlagen die tapfer kämpfenden Deutschen bei der Verteidigung ihres Territoriums.

Im Frontalangriff unterlegen, unschlagbar bei Fernangriffen

Überlegen machte die Magyaren besonders ihre kleinen und schnellen Pferde und ihre Kompositbögen mit unglaublicher Durchschlagskraft.

Ihre Angriffe sind meist schnelle Reiterattacken, bei denen die Gegner zunächst aus der Ferne mit Pfeilhageln eingedeckt wurden. Auf einen Frontalangriff ließen sich die Magyaren freiwillig so gut wie nie ein. Zu groß war die Gefahr feindlichen gepanzerten Einheiten im Nahkampf gegenüber zu stehen.

Die Falle schnappt zu: Mit Panzerreitern gegen die Ungarn

Erst der Zusammenschluss der fränkischen Gebiete Westfranken, dem Mittelreich (Mittelfranken) und Ostfranken (Deutschland) führte zu der nötigen Stärke, den Magyaren endlich die Stirn bieten zu können. In der berühmten Schlacht bei Riade, unter dem Befehl Heinrich I., konnte das Blatt nachhaltig gewendet werden.

Es war der 15. März 933 bei Riade (vermutlich in der Nähe von Merseburg), als das ostfränkische Heer auf das Reiterheer der Ungarn traf. Als Köder für die heranrückenden Ungarn diente ein kleiner Kampfverband Thüringer, die als leicht bewaffnete Krieger Unterlegenheit signalisierten. Ein einfaches Ziel also? Mitnichten!

Die fränkischen Panzerreiter waren damals ausschlaggebend für den Schlachtverlauf bei Riade. Diese speziell ausgebildeten, schwer bewaffneten und mit metallenen Rüstungen ausgestatteten Reiter waren die Vorläufer der Ritter.

Die Falle schnappte zu, als die Ungarn den Verband angreifen wollten aber sogleich den Rückzug antraten, als sie die voll ausgerüstete Infanterie nebst schwer bewaffneten Panzerreitern bemerkten. Denn die warteten schon unweit auf ihren Kampfeinsatz.

Heinrich I. plünderte darauf hin das fast verlassenen Heerlager und befreite die Gefangenen. Und doch wurden Tausende erschlagen – viele entkamen.


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Ein Sieg mit weitreichenden Konsequenzen für Deutschland

Die Einigkeit bei dieser Schlacht war ausschlaggebend für die Einheit des ostfränkischen Königreichs. Eine Niederlange hätte den Zerfall des Reichs bedeutet. So aber konnte König Heinrich I. beweisen, dass er führen – und siegen konnte. Das sicherte ihm den Respekt und das Ansehen der teilnehmenden Kampfgefährten (bestehend aus Sachsen, Thüringern, Franken und Bayern).

Für den Zusammenhalt, der letztendlich in das Heilige Römische Reich Deutscher Nation führte, war die Schlacht bei Riade das bedeutende Ereignis.

Erfahre mehr über Heinrich I.




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