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Diese prächtigen Weihnachtslieder der Deutschen

Allüberall ist an diesem Abend das mächtige Läuten zahlloser Glocken zu hören. Diese eindrucksvolle Symphonie in ihrer ganzen gewaltigen Fülle erlebst du so nur einmal im Jahr. Eindringlich und durchaus mahnend fordern sie deine baldige Einkehr. Deine Schritte, schon eilig als du los gelaufen warst, werden noch hastiger, ja fast stolpernd.

Von Ferne nimmst du schon das schwache Glimmen eines Weihnachtssterns wahr, der an einem Kirchenportal hängt. „Gleich geschafft“ befindest du erleichtert und erfreust dich an dessen Anblick – wieder einmal. Denn er ist wie ein alter Bekannter der dich schon vom Weiten begrüßt, dieser Stern, mit seinem warmen Licht, hat dir schon den Weg gewiesen, als du noch ein Kind warst.

Oft siehst du an Kirchen zur Weihnachtszeit den „Herrnhuter Stern“. Dieser Stern kommt ursprünglich aus Niesky (Landkreis Görlitz). Dort hing im Jahr 1829 ein beleuchteter Stern mit 110 Zacken.

Die Stufen nimmst du mit Schwung und betrittst, deutlich abgebremst durch die geschnitzte eichene Kirchenpforte das Gotteshaus. Gut gefüllt ist es an diesem Abend. Im Mittelschiff kein Platz mehr frei doch in den hinteren Reihen wirst du noch fündig. Gerade rechtzeitig.

Den klingenden Kirchenorgeln kannst du dich nicht widersetzen

Die Orgel stimmt an. Zum Auftakt das feierliche “Vom Himmel hoch da komm ich her“. Martin Luther, 1536 – wer sonst. Erst zögerlich setzen die Stimmen ein, zunächst ein paar nur, dann immer mehr und schon kurz darauf ist das gesamte Kirchengewölbe mit festen Stimmen gefüllt.

Die Orgel – sie dröhnt, sie braust. Kerzen flackern, die Kühle der Kirche, der typische Geruch von Weihrauch – so intensiv! Nun ist alles zu spät: Wer sich jetzt noch versucht dieser christlichen Weihnachtsstimmung zu entziehen wird kläglich scheitern.

Das verheißungsvolle „Macht hoch die Tür“, das sehnsüchtige „Es ist ein Ros’ entsprungen“ – Weihnachten in Deutschland ist pure Emotion – und insbesondere das 16. Jahrhundert, mit seinen vielfältigen Kompositionen, war eine Hochzeit sakralen Liedguts.


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Viele der bekannten Winter- und Weihnachtslieder waren einst Kirchenlieder. Sie wurden erst im Laufe der Jahrhunderte fester Bestandteil unseres weltweit einzigartigen Liederschatzes. Manchmal wurden sie umgetextet und zum Teil wurden auch ihre Melodien verändert.

Besonders während der Reformationszeit (1517-1648) wurden die volkssprachlichen Kirchen- und Weihnachtslieder beliebt. In dieser Zeit hielt das Deutsche Liedgut Einzug in die traditionelle Familie und der Brauch des Singens, während der dunklen und heimeligen Winter -, Advents-, und Weihnachtszeit, festigte sich zunehmend.

Ist „Jesu Christi“ thematischer Mittelpunkt des Lieds zur Weihnachtszeit sprechen wir von einem Weihnachtslied. Winterlieder haben keinen solchen Bezug: „Leise rieselt der Schnee“ oder „Schneeflöckchen, Weißröckchen“. Daneben gibt es noch die vorweihnachtlichen Adventslieder.

Diese Weihnachtslieder sind besonders populär

Es gibt diese alten Meisterwerke die jeder kennt. Das jubelnde „O du fröhliche“, dieser wundervolle Klassiker, ohne den Weihnachten nur halb so schön wäre. Oder das beschwingte „Kommet, ihr Hirten“, das so Manchen beim Singen ins Stolpern bringt, weil es einen so ungewöhnlichen Rhythmus hat.

Und natürlich das Symbol schlechthin für Deutsche Weihnacht – mit allem was dazu gehört: „Stille Nacht, heilige Nacht“ – Bescherung, Gedichte, Kerzenschein und Gemütlichkeit.

»4 der bekanntesten deutschen Weihnachtslieder die mich persönlich am meisten berühren«

  • Alle Jahre wieder – Wilhelm Hey, 1837
  • Süßer die Glocken nie klingen – Friedrich Kritzinger, um 1826
  • Tochter Zion, freue dich – Friedrich Heinrich Ranke, 1820
  • O du fröhliche – Johannes Daniel Falk, 1826

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Etwas weniger bekannt aber nicht weniger feierlich ist das jubilierende „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“. Es ist nicht unbedingt ein Weihnachtslied, hören wirst du es aber meist trotzdem während der Christmette. Es ist zu schön um es nicht zu spielen, und es im Chor mitzusingen, lässt jede noch so kleine Kirche zur hoheitsvollen Kathedrale anwachsen.

Die „Christmette“ ist der Gottesdienst zum Heilig Abend. Traditionell beginnt sie um Mitternacht, oft aber auch schon wesentlich früher. Ihr Besuch ist perfekt für die ganze Familie – vor der Bescherung!

Ist während der Christmette ein Chor zugegen, erweitert sich das Repertoire an Weihnachtsliedern noch einmal beträchtlich. „1000 Sterne sind ein Dom“ oder „Sind die Lichter angezündet“ sind Stücke, die am besten von einem Chor begleitet werden. Zauberhaft! Und du musst noch nicht mal ein Christ sein um dich darauf einzulassen.

Weihnachtslieder die du eher selten in der Christmette hören wirst:

  • … Ave Maria, so grüsst der Engel
  • … Marien ward ein Bot’ gesand
  • … O Heiland, reiss die Himmel auf
  • … O Jesulein süss, o Jesulein mild

Rund 150 historische Winter- und Weihnachtslieder aus vielen Jahrhunderten stehen zum Entdecken bereit. Die Kirchenlieder waren (und sind) Exportschlager.

Schau nur in die internationalen Gesangbücher und du wirst bemerken, wenn du den Quellenangaben folgst: Der Kernbestand des internationalen weihnachtlichen Liedguts kommt hauptsächlich aus der deutschen Reformation.


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Tiefer Frieden macht sich breit, als du die Kirche verlässt. Dein Gang ist jetzt federnd, leicht und irgendwie beschwingt, deine Gedanken geordnet. Du freust dich auf ein traditionelles deutsches Weihnachtsessen, Würstchen mit Kartoffelsalat, dazu eine schöne Bescherung und die alte Schallplatte die ihr immer zu Weihnachten auflegt.

Sie wird sich leise knisternd auf dem Plattenteller drehen und euer Heim in festliches Fluidum tauchen. Die hellen Stimmen des „Dresdner Kreuzchors“ und der „Regensburger Domspatzen“ erklingen und im Kreise deiner Liebsten wirst du wieder ein Weihnachten begehen.


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