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Die große Geschichte eines stolzen Volkes

Was ist immer gut gelaunt, schaut fröhlich aus der Wäsche und ist ansonsten zu nix zu gebrauchen? Richtig: Ein Gartenzwerg. Der gilt als das tönerne Ausrufezeichen deutscher Spießigkeit. Ein zur Unbeweglichkeit verdammter Taugenichts, der in seiner Steifheit auch noch so tut als wäre er schwer beschäftigt. Sein klassisches Auftreten dementsprechend: Spitzhacke und Schaufel, Schubkarre und Laterne – die Utensilien eines mittelalterlichen Bergarbeiters.

Nicht grundlos tut er so als käme er gerade aus einem Bergewersstollen. Schaust du dir Geschichte der kleinen Kerle näher an, landest du unweigerlich bei der germanischen und nordischen Mythologie.

Freundliche Genossen mit dunklen Wesenszügen

Gewitzt und clever sollen sie sein. Laut den alten Sagen, speziell den Erzählungen in der EDDA, auch zauberkundig und gelegentlich schlitzohrig und boshaft. Aber meist hilfsbereit. Und vor allen Dingen sind sie geniale Kunsthandwerker.

Schmieden ist ihre Spezialität und da die Arbeitsteilung zu jener Zeit (ca. 500 v Chr.) gering war, waren sie auch fleißige Bergleute die ihr Erz selbst abbauten und Metallurgen, die es anschließend weiterverarbeiteten.

Das Zwerge besonders klein waren ist in den altnordischen Isländersagas nicht beschrieben. Vielmehr waren sie Formwandler, die auch die Gestalt von Tieren annehmen konnten. Mittels eines Hutes oder Mantels konnten sie sich unsichtbar machen.

Ständig im Goldfieber und ausgezeichnete Wächter

Durch ihr handwerkliches Geschick kommt es, dass das Volk der Zwerge oft etwas mit Schätzen zu tun hat. Sie sind oft unter Tage und da sie den alten Sagen nach in ihrem Wesen Teile von Totendämonen beherbergen, sind sie entweder ausgezeichnete Wächter gesammelter Edelmetalle oder sie sind immer ganz vorne mit dabei, wenn es darum geht sie in ihren Besitz zu bekommen.

Alberich, der Zwerg vom Volk der Nibelungen und Wagners Antagonist im Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“, ist wohl einer der prominentesten Vertreter dieser hortenden Gnome.


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Siegeszug rund um die Welt!

Aus der Zeit des Barock, zwischen 1690 und 1695 stammen die ältesten skulpturalen Exemplare. Aus Marmor gefertigt zieren heute noch 28 von den kleinen Kerlen den gepflegten Zwergelgarten des Schloss Mirabell in Salzburg.

Gräfenroda ist ein kleines Städtchen in Thüringen. Es ist Dreh und Angelpunkt, solltest du dich mal fragen, wie die ganzen Zwerge in Massen in die Gärten kamen. Es war 1872, als von dort die Serienproduktion der Gartenzwerge startete. Innerhalb kürzester Zeit bildeten sich zahlreiche Manufakturen, die das ganze Land und Ausland mit Gartenzwergen fluteten. Ihr weltweiter Siegeszug war unaufhaltsam.

Der Zwergenbesitzer rutschte mit fünf Tugenden in die Spießigkeiten

Wie kam es nun zu diesem negativen Ruf der deutschen Spießigkeit obwohl das Zwergenvolk eine so geschichtsträchtige und stolze Vergangenheit hat?

Während der Adel sich prunkvolle Parkanlagen und Paläste mit steinernen Skulpturen gönnte, blieb dem bescheidenden Gartenbesitzer immerhin der kleine Ton-Gnom.

Die Symbolkraft die von diesen Figuren ausgeht ist nicht zu unterschätzen: Bescheidenheit, Sauberkeit, Gemütlichkeit, Ordentlichkeit und Standortgebundenheit. Deutschtum – wie furchtbar! Alles Begriffe, die über Jahrzehnte negativ besetzt wurden.

In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verbesserte sich der Ruf der Gartenzwerge wieder. Und mittlerweile hat das Klischee des konservativen, deutschtümelnden Kleingärtners starke Risse bekommen.


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Dem Zauber der Zwerge kannst du dich nicht entziehen

Immer mehr junge Menschen zieht es in die Gartenkolonien und oft ist er dann dort wieder anzutreffen: Der Gartenzwerg. Fröhlich, starr und randvoll gefüllt mit Mystik, Zauberei und Geschichte bis weit zurück zu den Germanen.

Und das nächste Mal wenn du einen siehst, dann schau ihm einfach mal tief in die Augen. Dann bemerkst du vielleicht diesen geheimnisvollen Glanz, von dem schon die alten deutschen Sagen erzählen.

Lies über die Haartracht der Germanen




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