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Deutsche Sehnsuchtsküche: Deine Mahlzeit mit der Thüringer Rostbratwurst

1 gr vor darme czu brotwurstin“ – Wenige Worte, viel geschichtsträchtiger Inhalt. Geschrieben wurden sie von Johann von Siebeleben, am 20. Januar 1404. Der war Propst (Vorsteher) des Walpurgisklosters bei Arnstadt.

Vom Kloster ist heute nicht mehr viel übrig – nur noch ein Bodendenkmal erinnert an das sakrale Bauwerk, kaum der Rede wert, wenn da nicht diese Urkunde wäre, mit der Johann eine Bestellung auslöste, die vor einigen Jahren für ziemliche Aufregung sorgte.

Eine Bestellung die Streit auslöst

Einen Groschen für Bratwurstdärme“ – so die verständliche Übersetzung aus dem Althochdeutschen. Nun: Bratwurstdärme schriftlich zu bestellen dürfte an sich nichts Besonderes sein, wenn dieses alte Dokument nicht davon zeugen würde, dass in Thüringen die älteste handschriftliche Erwähnung einer Bratwurst überhaupt getätigt wurde.

Nürnberg ist außer sich! Galt das Jahr 1595 für das „Nürnberger Rostbratwürstchen“ noch als Referenzjahr für die älteste Niederschrift, musste die Bratwursthistorie neu geschrieben werden. Auf Kosten von Nürnberg – ganz großes Kino!

Nürnberg kontert seit dem mit der Ersterwähnung einer Bratwurstküche „Zur blauen Glocke“ im Jahr 1313. Wenn du dich mit Thüringern und Nürnbergern zugleich anlegen willst, kannst du die Bratwurst, weitestgehend wissenschaftlich gesichert, keltischen Ursprungs verorten.

Wie dem auch sei: Beide Bratwürste, ob Thüringer oder Nürnberger, sind aus Deutschlands Kulturküche nicht wegzudenken.

Beide unterliegen sie einem eigenen Reinheitsgebot: Seit 2004 ist die Thüringer Rostbratwurst mit ihren speziellen Merkmalen eine geschützte geografische Angabe, seit 2003 das Nürnberger Rostbratwürstchen.

Was die „Thüringer“ so sympathisch macht

Eine echte „Thüringer“ hat einige Kriterien zu erfüllen. Willst du, dass sie bei dir auf dem Teller landet und deine Zähne in ihr versenken, sollte sie so aussehen – nur dann hast du den echten Genuss:

  • … mindestens 15 cm lang sollte sie sein.
  • … 100 g bis 150 g schwer.
  • … maximal 3 mm Körnung.
  • … auf dem Rost eine schöne gebräunte Farbe haben.
  • … und nicht schwarz sein.

Du kannst sie entweder im Brötchen essen, klassisch mit Senf, oder was noch viel besser ist: Mit den typischen Beilagen Sauerkraut und Kartoffelbrei.


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So richtig traditionell wird das Thüringer-Essen mit den richtigen Beilagen. Am Besten bereitest du sie selber zu. Dann weißt du was drin ist und hast auch noch ein ordentliche Portion an Nährstoffen extra.

Sauerkraut ist der Deutsche Klassiker schlechthin. Nicht umsonst werden wir „Krauts“ genannt. Dass Yankees (Amerikaner) und Franzmänner (Franzosen) trotzdem einen höheren Pro-Kopf-Verbrauch des vergorenen Weißkohls haben sei nur nebenbei bemerkt.

Sauerkraut – selbst gemacht schmeckt’s am Besten

Sauerkraut zu den Rostbratenwürsten selbst zuzubereiten ist nicht schwer.

»Das brauchst du für 2 Portionen des typisch deutschen Sauerkrauts«

  • Eine halbe Zwiebel
  • 30 Gramm Gänseschmalz
  • 250 Milliliter Fleischbrühe
  • Ein halbes Kilogramm Sauerkraut (frisch, mild )
  • 3 Wacholderbeeren

Die Zubereitung deines Sauerkrauts

  • … Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden.
  • … das Schmalz heiß werden lassen und die Zwiebeln glasig darin dünsten.
  • … anschließend gibst du die Brühe dazu.
  • … Sauerkraut auflockern und in die kochende Brühe geben.
  • … Wacholderbeeren und wenn du magst ein halbes Lorbeerblatt dazugeben und bei mittlerer Hitze im geschlossenen Topf 45 Minuten leicht kochen lassen.
  • … mit Salz abschmecken.

… und weiter geht’s zum Kartoffelpüree

Als Nächstes bereitest du das Kartoffelpüree zu. Auch das ist ganz einfach.

Nimm für dein Kartoffelpüree am Besten die mehligkochende Version der Erdäpfel. Die haben von vorneherein eine etwas höhere Menge an Stärke – und die ergibt die richtige Konsistenz nach dem Kochen, beim Zerstampfen.
  • … Kartoffeln erst einmal schön weich kochen.
  • … anschließen zerstampfst du die Kartoffeln solange sie noch schön heiß sind.
  • … dann gibst du Milch, Sojamilch oder Wasser zur Kartoffelmasse.
  • … würze mit Pfeffer, Salz und geriebener Muskatnuss.
  • … jetzt gibst du ein paar Esslöffel Butter oder wenn du es leichter magst Margarine dazu.
  • … dann rührst du das Püree bis es glatt und cremig ist.

Es ist zwar angerichtet – aber fertig bist du noch nicht ganz!

Dein Sauerkraut und das leckere Kartoffelpüree sind angerichtet und die Thüringer dampfen appetitlich gebräunt auf dem Rost.

Es kann losgehen – aber halt! So richtig rund wird diese schmackige Mahlzeit nur mit dem passenden Geschirr.

Das gute alte „Strohblumenmuster“ ist so ein richtiger deutscher Klassiker. Im Jahr 1740 ist es von der Porzellanmanufaktur Meissen entwickelt worden und avancierte zu einem echten Evergreen. Damit machst du nichts falsch und du hast es dir auch in ein paar Jahren noch nicht satt gesehen.

So schaut es aus:

Deine kulinarische Reise beginnt

Mit der „Thüringer Rostbratwurst“ hast du ein echtes Deutsches Nationalgericht auf dem Teller. Lecker, deftig, gehaltvoll.

Nun kann deine kulinarische Reise nach Thüringen beginnen. Und vielleicht erfährst du auch, was deine Vorfahren schon damals wussten: „Deutsches Essen lässt Sorgen vergessen“.

In diesem Sinne: Guten Appetit!

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