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Deutsche Landsknechte: Wagemutige Kriegsmänner für Volk und Vaterland

Johann, Johann …!“ – Karl knickte ein. Im chaotischen Trubel blieb der Deutsche Söldner erschöpft zwischen den stampfenden Füssen der um ihn herum Kämpfenden liegen. Seine stark blutende Wunde zwischen Hals und Schulter kam von einem kräftigen Hieb einer schweren schweizerischen Hellebarde. Er hatte sie noch kommen sehen, strauchelte aber bei dem Versuch ihr auszuweichen.

Johann, den Waffenbruder dem er zurief, war selbst gerade in ein heikles Geplänkel verwickelt. Keine fünf Meter von ihm entfernt rang Johann mit einem von der „Schwarzen Bande”, der Eliteeinheit der Schweizer Söldnertruppe. Zäh verteidigten die den Zugang zur Festung schon seit mehrerern Stunden.

Johann ist Landsknecht, und als „Meister vom langen Schwert” trainiert im Umgang mit dem gewaltigen Deutschen Zweihänder. Das riesige Schlachtschwert mit dem charakteristischen welligen Schliff war gefürchtet auf den europäischen Schlachtfeldern des Mittelalters.

Der Deutsche Zweihänder – ein furchterregendes, bis zu 2 Meter langes Schwert, dessen Ursprung du im 14. Jahrhundert bei den Schweizern Fußsoldaten findest. Um ebenbürtig zu erscheinen wurde der Zweihänder in den darauffolgenden Jahrhunderten auch von anderen Ländern eingesetzt.

Er kämpft in Italien, im Jahr 1525, mit seiner Rotte, einem kleinen Trupp bestehend aus 12 Männern, gegen die Schweizer Reisläufer. Sein Freund Karl, neben ihm, liegt blutend im aufgewühlten Staub der Lombardei. Das Ziel dieser tapferen Männer ist die Einnahme der Festung.

Ein schwieriges Unterfangen, aber der Glaube an Kaiser, Volk und Vaterland lässt in so Manchem ungeahnte Kräfte wachsen.

Wagemutige Kriegsmänner für Volk und Vaterland

Die zwei befreundeten Landsknechte sind beteiligt an der größten Schlacht des 16. Jahrhunderts: Es ist der 24. Februar 1525 und rund 50.000 Mann stehen sich im italienischen Pavia gegenüber – auf der einen Seite die Franzosen, auf der anderen Deutsche und Spanier.

Beide Parteien schenken sich nichts, beide sind kampferprobt und äußerst erfahren an den Waffen. Die Franzosen mit ihren Schweizer Söldnern haben schon viele Jahrzehnte den Ruf großer Kriegstüchtigkeit.

Ihnen dicht auf den Fersen sind die wagemutigen Deutschen Landsknechte. Auch ihre Disziplin, ihre Ordnung und ihre Schlagkraft sorgt mittlerweile weltweit für Aufmerksamkeit.

Doch bis dahin, war es ein langer, steiniger Weg, denn die Landsknechte des 15. Jahrhunderts waren alles andere als geordnet und diszipliniert. Nein, ganz im Gegenteil, sie waren ein grimmiger, zusammengewürfelter Haufen aus abenteuerlustigen Adligen, Handwerksgesellen, Bauernsöhnen und vielen zwielichtigen Gestalten, die der Verheißung nach Geld und Gold unterlagen.


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Wie so oft in der Geschichte diese starken Landes bedarf es erst eines charismatischen Führers, um auf die Straße des Erfolgs zu gelangen. Für die Deutschen Landsknechte war ein solcher Führer Georg von Frundsberg (1473-1528).

Er war der wichtigste Infanterietaktiker und Kriegsunternehmer der Frühen Neuzeit. Und noch mehr: Für die Landsknechte war er der „Vater”, und für Deutschland ein Genie, dass aus dem einst wilden, bunten Haufen, eine fortschrittliche und weltweit anerkannte Söldnertruppe machte.

Bereits 1499, mit gerade einmal 25 Jahren, befehligt der junge, tatendurstige Frundsberg das Heer des Heiligen Römischen Reiches, das unter dem deutschen König Maximilian I. (1459-1519) stand. Schnell stieg er zum Feldhauptmann von Tirol auf und errang bedeutende Siege, denn er erkannte, dass der Infanterie eine neue, bedeutsame Rolle auf den Schlachtfeldern zukam.

Das Ende der schweizerischen Großmacht-Ambitionen

Die Zeit der schwer gepanzerten Ritter neigte sich dem Ende, stattdessen nahm das Fußvolk das Zepter in die Hand und die Pikeniere wurden zum tragenden Rückgrad eines mittelalterlichen Heeres.

Mit dieser Weitsicht gelang Frundsberg der spektakulärste Sieg seiner Laufbahn: In der Schlacht bei Pavia führte er die Deutschen Landsknechte in den triumphalen Sieg und begrub endgültig die hochmütigen Großmacht-Ambitionen der Schweizer Reisläufer.

„Reisläufer“ waren Schweizer Söldner, die bis ins 17. Jahrhundert verschiedensten europäischen Herrschern als Soldaten dienten. Die Bezeichnung bildete sich aus dem mittelhoch­deutschen Wort „reise“ ,was so viel bedeutet wie Kriegszug und Feldzug.

Man findet nicht bald, der im geleich.” – lauten die lobenden Worte, die Adam Reißner (um 1480 – um 1570), der Deutsche Mystiker und Dichter, für Georg von Frundsberg findet. Zahlreiche andere Größen seiner Zeit würdigen ihn ebenfalls mit rühmenden Worten.

Darunter Große Deutsche wie Martin Luther (1483-1546), Philip Melanchton (1497-1560) und Jacob Ziegler (1470-1549).

Karls langer Weg zurück ins Leben

Endlich, mit einem letzten kräftigen Stoß direkt in die Brust, streckte Johann den arglistigen schweizer Söldner darnieder. Seine Rotte von ehemals 12 Männern, war auf ganze 5 Männer zusammengeschrumpft – den verwundete Karl nicht mit eingerechnet.

Johann eilte zu seinem Kameraden. „Das Vaterland braucht dich, das Volk braucht dich …!” Johanns energische Worte an Karl gerichtet mobilisierten dessen letzten Kräfte. Auch wenn sein Kopf und Körper bereits benommen, ja, kaum mehr mit Leben gefüllt war: Der Gedanke, lieber stehend zu sterben als kniend zu leben, durchströmte seinen Körper wie ein stärkendes Elixier.
Das war noch eine respektable Haltung damals, im 16. Jahrhundert.

Beherzt legte sich Johann Karls Arm um die Schulter und zog den Verwundeten hoch. Beide standen wacklig, zittrig – immerhin!

Sie wussten: Der Tross mit der Verwundetenversorgung liegt rund einen Kilometer entfernt. Ein Todesmarsch für so manch Verletzten. Mehr taumelnd als gehend schleppten sich die beiden Deutschen Landsknechte zurück zu den verbündeten Linien – für Karl sollte es ein langer Weg zurück ins Leben werden.

Lies mehr über das Faterland (Vaterland)



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