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Der Deutsche Wald: Deine große Heimat der Romantik und Mystik

Aufgeschreckt, durch einen laut flatternd, sich in den Nachthimmel erhebenden Vogelschwarm, huscht ein dunkler Schatten durch das dichte Unterholz. Der Mond währenddessen zeichnet weiter sein diffuses Zwielicht – kaum erhellend, dafür abgründig. Hin und wieder hörst du dieses charakteristische Tropfen, wie wenn Nebel sich in vielen Blättern verfängt und so ungleichmäßig zu Boden rinnt, dass es klingt wie leichter Niesel.

Umgestürzte Bäume, moosbewachsene Rinden, Äste wild ineinander verschlungen. Du atmest tief durch und nimmst diesen erdigen Geruch wahr. Er umhüllt diesen Ort wie ein samtiger Schal: Süß und etwas herbstlich. Willkommen im Deutschen Wald.

Der römische Geschichtsschreiber und Ethnograph Tacitus beschrieb im 1. Jahrhundert n. Chr. Germanien als: „Ein Land, bedeckt von schrecklichen Wäldern oder abscheulichen Sümpfen“.

Hier legt kein Förster Hand an. Weder für Naturschutz noch für Waldpflege. Keine Motorsäge meint hier für irgendetwas Platz schaffen zu müssen oder es für nötig zu halten vermeintlich „Krankes“ oder für Wanderer Gefährliches zu beseitigen. Andere Zeiten, andere Sitten.

Mischwälder machten Deutschland bunt

Bekannt ist dieser Ort seit jeher für seine Wildheit und ungestüme Intensität – Deutschland halt. Hier findest du Eichen, Fichten und Kiefern, vereinzelt auch Linden und Erlen. Hier ist nichts vermischt oder gekreuzt. Bunt ist es, dieses Gehölz, durch Vielfalt, nicht durch Vermengung.

Alles ist Teil jenes schier undurchdringliche Grün, das in unendlich vielen Mythen und Legenden Beschreibung findet. Hier trafen Germanen auf Römer, hier wurde nach Auerochsen gejagt. Und hier entspringt nach germanischen Glauben auch der Weltenbaum „Yggdrasil“.

Auch ist es ist das kleine Lindenblatt aus eben diesem Grün, das den Helden Siegfried verwundbar machte – zwar badete der in Drachenblut, doch das zarte Stückchen Laub beraubt ihn seiner Unverwundbarkeit. Und „Hagen von Tronje“ …, ach was rede ich …: „Die Nibelungen“. Das mittelalterliche, deutsche Nationalepos – so tief verwurzelt mit dem Deutschen Wald, dass man fast meint, das Eine könnte ohne das Andere nicht bestehen.


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Der Wald – Ein Ort wilder Auseinandersetzungen …

Kaum ein Gebiet in diesem Land ist national so positiv aufgeladen wie der Wald. Seine Faszination nährt sich zum großen Teil aus den zahllosen rühmlichen Schlachten die in ihm geschlagen wurden.

Die Alemannen gegen die Franken, die Franken gegen die Römer und die Römer wiederum gegen die Germanen. Und das ist nur ein kleiner Teil der Auseinandersetzungen die hier im Wald stattgefunden haben.

Wälder waren nicht immer Orte kriegerischer Konfrontation. In ihnen wurde unter anderem gejagt, gesiedelt und den heidnischen Gottheiten geehrt. Oft waren Wälder auch Zufluchtsort vor den wenig friedfertigen christlichen Missionaren.

Ein kriegerischer Konflikte sticht ganz besonders hervor: Die „Schlacht im Teutoburger Wald“ (9 n. Chr.), die Varusschlacht, wie sie auch genannt wird, stellt einen Wendepunkt im Nebeneinanderbestehen zwischen dem Römischen Reich und den Germanen dar.

Die Niederlage Roms dämpfte nachhaltig die maßlosen römischen Expansionsambitionen und festigte den (Deutschen) Rhein als akzeptierte, natürliche Grenze.

Im Laufe der Geschichte wird sich Ähnliches immer wieder zutragen: Der Rhein als Deutschlands Schicksalsfluss. An ihm steht die GERMANIA als hehres Zeugnis deutscher Verteidigungsfähigkeit.

Ein toller Ort, den du unbedingt einmal besuchen solltest, solltest du die Gelegenheit dazu haben.

»Meine Reiseempfehlungen: In diesen Deutschen Städtchen wohnst du gewissermaßen direkt im Wald!«

  • Bad Suderode – Harz
  • Bad Schandau – Sächsische Schweiz
  • Markersbach – Erzgebirge
  • Lübben – Spreewald

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… und eine einzigartige Landschaft von nationaler Bedeutung

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts schenkte die Deutsche Romantik, mit ihren großen Schriftstellern, Dichtern und Malern, dem Wald beträchtliche Aufmerksamkeit.

Mit viel Gefühl und Leidenschaft wendeten sich die großartigen deutschen Künstler dieser einzigartigen Landschaft zu und luden sie mit nationaler Bedeutung auf.

Wen wundert es, dass sie dabei leichtes Spiel hatten? Die Deutschen waren und sind ein Volk aus dem Wald, denn schon die alten germanischen Siedlungsgebiete bestanden aus einst riesigen zusammenhängenden Waldflächen.

Auch wenn von der einstigen Größe durch intensive Nutzung in den vergangenen Jahrtausenden nur noch ein Bruchteil übrig ist: Erahnen lässt sich ihre enorme Ausdehnung immer noch. Schau dir nur die Gebiete im Harz oder im Erzgebirge an.

Gerodet wurde der Wald im römisch besetzten Germanien hauptsächlich für Felder, Obstanlagen und Städte. Und für den Bau der Palisaden- und Türme des über 500 km langen Limes.

Märchenstunden im Deutschen Wald

Der Deutsche Wald hat viele markante Gesichter: Einerseits kann er ein paradiesischer Ort sein, voller Leben, Sonne und Wärme. Andererseits, sobald die Dämmerung über ihn hereinbricht oder das Wetter umschlägt, zeigt er sich in finsterer Gestalt, an der beschwert das Zweigespann „Mystik und Magie“ hängt. Er empfiehlt sich damit zum perfekten Ort für Legenden und Sagen.

„Rotkäppchen“, „Hänsel und Gretel“ oder „Schneewittchen“ – Sie alle haben es hinter sich, sie alle haben ihn überlebt: Die Helden unserer frühesten Kindertage legten in ihm schwere Prüfungen ab. Sie reiften im Wald und aus naiven Kindern, die gegen Monster und Mutationen bestanden, wurden Prinzessinnen und Edelmänner. Was für eine Wandlung!

Der Deutsche Wald als ein Ort des Schreckens ist ein prächtiger Ort – bedrohlich und verheißungsvoll zugleich.

Zu verdanken haben wir diese Fülle an spannenden Waldgeschichten in besonderem Maße den „Brüdern Grimm“. Zu ihren Lebzeiten, zwischen etwa 1785 bis 1863, erschufen die beiden Volkskundler die weltweit größte und berühmteste Märchensammlung.

Ihr Erbe gab uns Deutschen jenen geschärften Blick auf den Wald, der getragen ist von tiefer Natursymbolik, Romantik und nationaler Identität.

Deutschland ohne seinen Wald: Undenkbar – dieses Land wäre seiner ursprünglichen Schönheit beraubt.

Es gibt einen Artikel zum Erntedankfest. Schau hier



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