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Bist du ein Typ für das Eiserne Kreuz?

Conrad öffnet den alten Kleiderschrank und blickt suchend auf eine lange Reihe von Holzbügeln. Ein wirres Dicht an Dicht von zusammengedrückter Garderobe zeugt von eingeschlichener Liederlichkeit. Hemden, Hosen, ab und zu eine Jacke. Sein Blick bleibt stehen im hinteren Drittel der durchhängenden Kleiderstange. Er packt zu, aber ohne Weiteres gibt der Schrank das Gesuchte nicht her. Conrad müht sich genug Platz zu schaffen um das Kleidungsstück herauszuziehen.

Das Blau seiner Litewka ist über die Jahren verblasst. Ähnlich ist es mit seinen Erinnerungen. Wie lange hatte er den preußischen Waffenrock schon nicht mehr getragen? Conrad rechnet nach: Das letzte Battalionstreffen der Landwehrmannschaft ist nun schon 12 Jahre her, oder waren es 13, 14? Plus die 4 Jahre nach Leipzig – dem Leipzig 1813.

Die Litewka ist die zweireihige Uniformjacke des Landwehrmannes. Sie ist einfach und zweckmäßig und ihre Abzeichen sind in den Farben der jeweiligen Provinz gehalten. Conrads Litewka hat die Abzeichen in ziegelrot mit weißen Knöpfen und ist demnach ein ostpreußischer Waffenrock.

Mit Gott für König und Vaterland“ zogen sie in die Schlacht, und so steht es auch noch immer auf dem Kreuz der Tuchmütze, mit dem leuchtend roten Rand, die ihre Köpfe bedeckte. Viele davon sah er fallen und in deutsche Erde getreten, beim Kampf Mann gegen Mann, beim wuchtigen Hieb eines Säbel oder dem meuchelnden Treffer aus einer französischen Muskete.

Traditionelle Soldatentugenden sind zeitlose Tugenden

Als König Wilhelm III. am 15 März 1813 das Volk anrief die Waffen gegen Frankreich zu erheben, war Conrad 32 Jahre alt. Wer hätte damals gedacht, dass er, Conrad Buhlmann, der Tischlergeselle aus Freiburg, einmal Träger der höchsten militärischen Auszeichnung sein wird? Seine Eltern nicht, seine Schwestern nicht und er selbst sicher am allerwenigsten.

Der Tapferkeit des Kämpfenden und seine bedingungslose Opferbereitschaft für Kameraden und Vaterland, waren es, die ihn zu jener Großtat verführten und ihm diese Ehrung zuteilwerden ließen.

„Opferbereitschaft, Mut, Loyalität“ – traditionelle Soldatentugenden. Zeitlose Tugenden. Das Verhalten nach ethnischen Normen auszurichten ist seit jeher das hehre Streben nach dem rechten Handeln. Modern und zivil klingen sie in Friedenszeiten und doch sind nur Spiegelbilder ihrer militärischen Gegenstücke: Dein Beitrag für die Gesellschaft ist in diesem Sinne „Für das Volk“. Und ihre Appelle lauten „Solidarität, Aktivismus und Moralismus“.


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Das schwarz-weiße Band ist fest an das Revers genäht, das Band des Eisernen Kreuzes. Conrad geht mit den Fingern über den Stoff, grad so, als würden sie ihm noch einmal die Geschichte seiner Tat erzählen.

Weiß ist es, wie die Mäntel der Deutschordensritter und schwarz wie die gestickten Kreuze die sie zierten. Die Kreuzzugszeiten (11. – 13. Jahrhundert) sind die wahren Schöpfer dieser Tapferkeitsauszeichnung.

Karl Friedrich Schinkel (1781-1841), war nicht nur preußischer Baumeister, sondern auch Medailleur. Und so gab er ihm den letzten Schliff, dem Eisernen Kreuz, in dem er das Tatzenkreuz der Templer einbrachte und mit ihm die sakrale Verbindung zur strahlenden Vergangenheit herstellte.

König Wilhelms Gemahlin Königin Luise, war die erste „Trägerin“ des Eisernen Kreuzes. Sie starb bereits 3 Jahre vor der Stiftung der Auszeichnung. Das Eiserne Kreuz wurde ihr somit posthum verliehen. Sie gilt als vorbildliche Gattin, liebende Mutter und preußische Madonna.

Conrads schicksalhaftes Husarenstück bei Lindau

Es war ein finsterer und stürmischer Abend, der 18. Oktober 1813, als der Himmel brennend rot verkündet, dass das südliche Leipzig in Flammen steht. Conrad stolpert mit seinem versprengten Haufen Landwehrmänner über das schlammige Stoppelfeld bei Lindau, dem kleinen Dorf, wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. In ihren Gesichtern die Anstrengung des Marsches, in ihren Augen das fiebrige Zucken des brennenden Leipzigs. Ihre Musketen haben sie fest in der Hand.

Eine Batterie französischer Feldgeschütze bewacht die große Heerstraße nach Westen. Sie ermöglicht es, dass die napoleonischen Truppen den Rückzug antreten können. Es ist die mutige Erstürmung dieser Stellung, die Conrad das Eiserne Kreuz einbringt. Kein gezielter Schuss aus seiner Muskete, vielmehr ein tollkühnes, couragiertes Husarnstück, wirkungsvoll und schicksalhaft in seinem Ausgang, denn es setzt eine Kettenreaktion in Gang, die am Ende die Bergung vieler preußischer und russischer Verwundeter ermöglicht.


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Kein Prunk, kein Pomp, schlicht ist es aus Gusseisen geformt und in Silber gefasst. „Gold gab ich für Eisen“, dem dringlichen Spendenaufruf der Befreiungskriege Schmuck zu Kriegsfinanzierung zu spenden wurde häufig nachgekommen. Patriotinnen trugen Eisenschmuck, Patrioten Waffen – Gendering im Deutschen Kaiserreich 1813.

Conrad benutzt sein ganzes Gewicht um, mit der Schulter fest dran gelehnt, dem alten Schrank die Türen zu schließen. Ein Gedicht aus dem Jahre 1812, geschrieben von Ernst Moritz Arndt, kommt ihm in den Sinn: „Der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte …“.

„Wie wahr“, sagt Conrad. „Nach meiner Triebfeder fragst du mich? Der Kampf um Freiheit und Selbständigkeit ließ mich die Tat vollbringen“, und ein Lächeln huscht über sein Gesicht „… und er ist immer von Nöten“, fügt er hinzu. Du nickst zustimmend – und denkst an Deutschland.

Bist du ein Typ für das Eiserne Kreuz?

Es gibt einen Artikel über das Vaterland, schau mal

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